22. Oktober Runder Tisch „Die Zukunft der Industrieparks in der Hauptstadt: Partnerschaften für die Entwicklung“
Eine günstige geografische Lage, große Flächen ehemaliger Werke, Fabriken und Betriebe sowie ein hohes Personalpotenzial. Das sind die wichtigsten Voraussetzungen, die Kyiv und das Gebiet zum führenden Standort für die Entwicklung von Industrieparks in der Ukraine machen werden. Über…

Eine günstige geografische Lage, große Flächen ehemaliger Werke, Fabriken und Betriebe sowie ein hohes Personalpotenzial. Das sind die wichtigsten Voraussetzungen dafür, dass Kyiv und das Umland zum führenden Standort für die Entwicklung von Industrieparks in der Ukraine werden. Darüber wurde beim runden Tisch „Die Zukunft der Industrieparks in der Hauptstadt: Partnerschaften für die Entwicklung“ gesprochen, der am 22. Oktober im Pressezentrum von Kyivinform stattfand. Nach Angaben des Leiters des Instituts für Reintegration, Rehabilitation und berufliche Entwicklung von Veteranen „Architektur der Resilienz“ der KNUBA, Artem Honcharenko, sind im Gebiet Kyiv heute bereits 13 Industrieparks registriert. Er fügte hinzu, dass jeder Hektar eines Industrieparks bis zu 50 hochproduktive Arbeitsplätze schaffen und dabei lokale Talente einbinden kann. Und das bedeutet erhebliche Steuereinnahmen für den Haushalt. Denn schon die Registrierung eines einzigen Unternehmens schafft mindestens 3-5 Arbeitsplätze — vom Direktor und der Buchhalterin bis zu Fachleuten für Arbeitsschutz. Das sichert automatisch Einnahmen für den Haushalt über Steuern und die Militärabgabe. Und jede Hrywnja staatlicher Investitionen in die Infrastruktur erzeugt fünf bis sechs Hrywnja privater Investitionen. Artem Honcharenko merkte an, dass die Verbindung von Bildung und Produktion die Entwicklung der Industrieparks fördern werde. Und er schlug vor, Industriecluster gemeinsam mit führenden Universitäten zu schaffen — KNUBA, KPI, NUBiP und anderen. Der Leiter des Veteraneninstituts teilte seine Vorstellung davon, wie virtuelle Industrieparks für IT und Kreativwirtschaft die Einbindung von Veteranen fördern können, die infolge des Krieges eine Behinderung haben. Veteranen könnten sich zum Beispiel mit IT, Design oder Videoschnitt beschäftigen, ohne ins Büro fahren zu müssen. Teilnehmer solcher Online-Parks erhielten alle Vergünstigungen, darunter die zollfreie Einfuhr von Ausrüstung und die Befreiung von der Mehrwertsteuer, und sparten 10 bis 40% des Gerätepreises. Das ist ein Weg zur Entwicklung des Marktes, zu Gewinnen der Investoren und zu höheren Löhnen der Beschäftigten. Dem Experten zufolge kann die Partnerschaft zwischen Staat, Wirtschaft und Gemeinde auf gemeinsamer Finanzierung beruhen. Das heißt, der Staat übernimmt bis zu 50% der Infrastrukturkosten, für deokkupierte Gebiete kann dieser Anteil auf 80% steigen. Die Rolle der lokalen Gemeinden besteht darin, aktive Begleitung zu sichern, vom Bau der Zufahrtsstraßen bis zur Organisation der Kommunikation mit ausländischen Investoren. Um die Aussicht auf Arbeit in Industrieparks attraktiver zu machen, schlägt Artem Honcharenko vor, sie um Wohnbebauung zu ergänzen. Eine Miete zu vergünstigten Konditionen würde den Beschäftigten Zeit für den Weg zur Arbeit und Geld sparen. Der Leiter des Veteraneninstituts betonte: Zahlreiche Investoren werden kommen, sobald der Luftraum der Ukraine sicher ist. Und mit ihnen kommt großes Geld, und der groß angelegte Wiederaufbau des Landes beginnt.

